Fahne / Flag
alte Griechische Fahne im Wind / old Greek flag in the wind
Ambulance
griechischer Krankenwagen / greek Ambulance
Orangen / Oranges
griechische Orangen - die besten der Welt / greek oranges - the best in the world
Baby
während der Behandlung / during treatment
Insel / Island
griechische Insel / greek island
Interview
mit dem ORF / with the ORF
Neuer Transporter / new transporter
nach dem Brand der Norman Atlantic / after firing of Norman Atlantic
Junge / Boy
während der Behandlung / during treatment
Kapelle / Chapel
alte griechische Kapelle / old greek chapel
Mädchen / Girl
während der Behandlung / during treatment
Medikamente / Drugs
Medikamente sind Mangelware / Drugs are in short supply
Meer / Sea
Das ägäische Meer / The Aegean Sea
Stiege / Stairway
Eine Stiege nach dem Erdbeben / A stairway after the earthquake
Haus / House
nach dem Erdbeben / after the earthquake
Schild / Sign
Eingangsschild eines Klosters / A sign on a a monastery

16.10.2017


Tag 1 – Patras / Abreise

Liebe Freunde,

Erwin kommt gerade in Patras an und 2 weitere Busse sowie der LKW vollbepackt machen sich heute noch auf den Weg.
Mehr als 10 Tonnen Hilfsgüter werden wir in den nächsten Tagen ausliefern. Mit dabei sind neben medizinischem Material auch Babynahrung und weitere Hygienebeutel. Vielen Dank an alle, die uns mit Sachspenden unterstützen.

Liebe Grüße
Gudrun

 


Tag 2 – Patras

Heute sind Gudrun und Maggy in Patras eingetroffen.

Unser erster Weg, shining star. Wir haben unsere beiden Busse hier ausgeladen. Ich sitze dem Leiter gegenüber und ihm stehen Tränen in den Augen. So viele Menschen wollen nicht hinsehen, weil die Situation nur schwer zu ertragen ist und die, die hinsehen und etwas verändern wollen, diesen Menschen steht die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Unser LKW ist schon am Weg nach Athen und wir sind auch gleich weitergefahren. In Athen warten dann 20 Paletten Material, das noch ausgeliefert werden muss. Ich wünsch Euch allen einen schönen Abend und eine friedliche Nacht.

Herzlichen Gruß, Erwin/griechenlandhilfe.at

 


Tag 3 – Athen

Liebe Freunde, Tag 3 in Athen.

Heute haben wir die Busse 3x geladen. Paletten entladen, sortieren und liefern. Unsere Sorgenkinder in Athen warten schon auf uns. Sozialzentrum Dafni, auch hierher kommen immer mehr Familien die nicht mehr weiter wissen, erzählt uns Nelly. Morgen Tiva und am Abend kochen in Pitäus. Auch müssen wir noch Lebensmittel einkaufen. Anna von der Obdachlosenküche haben wir schon informiert. Sie macht morgen Pasta. Somit wissen wir, was einzukaufen ist. Wir werden wieder da sein. Wir wünschen Euch allen ein schönes und friedliches Wochenende und ganz herzlichen Gruß,

Erwin/griechenlandhilfe.at

 


Tag 4 – Piräus 

Liebe Freunde, Tag 4 in Piräus.

Ein kalter Wind fegt über den Hafen. Den ersten Fragen von den Obdachlosen nach Jacken, Decken und Schlafsäcken konnten wir heute abhelfen. Eine Menge Decken und Jacken werden heute viele Menschen warmhalten. Für’s nächste Mal sind wieder eine Menge von Schlafsäcken von Nöten. Ich bin selbst überrascht wie schnell es hier kalt geworden ist. Gudrun und Magy haben sich auch noch um Kätzchen und die Katzenmama gekümmert. Anschließend haben wir wieder mit Ana und ihrer Gruppe gekocht. So viele Menschen wie heute hatten wir noch nie zu versorgen. Das wird ein langer Winter für uns alle. Ganz liebe Grüße und ein friedvolles, ruhiges Wochenende Euch allen.

Erwin & Team/griechenlandhilfe.at

 


Tag 5 – Athen / Thiva / Schimatari

Liebe Freunde,

die Umweltkatastrophe durch das Tankerunglück in der Ägäis vor der Insel Salamis ist unbeschreiblich! Dort wo morgens in der Marina von Glyfada normalerweise dutzende Menschen den frischen Fang der Fischer kaufen herrscht gähnende Leere. Die Stimmung ist erdrückend. Wir sprechen mit Stratos, einem Fischer, der täglich zweimal rausfährt und seit 2 Wochen keinen Fisch mehr verkauft hat. Und das, obwohl er nicht mal in der Nähe der betroffenen Gebiete fischt und sein Fang einwandfrei ist. Für ihn und seine Familie ist das die einzige Einnahmequelle und nun ist seine Existenz bedroht. Er ist wütend und verzweifelt, kämpft mit den Tränen. "Wie soll das weitergehen?" fragt er mich. Auch wenn täglich die Strände gereinigt werden, so wird das Meer auf Monate verseucht sein und die Menschen trauen sich nicht, den Fisch zu kaufen. Er und seine Kollegen wissen nicht mehr, was sie tun sollen. Sie werden allein gelassen mit ihrem Schicksal. Selbst wenn eines Tages irgendjemand für dieses Unglück zur Rechenschaft gezogen wird, für diese Menschen ist es dann schon lange zu spät. Ihre Existenz ist zerstört. Und das kümmert weder die Ölkonzerne, noch die Reeder...
Traurig machen wir uns auf den Weg. Wir müssen weiter. In Thiva und Schimatari wartet man auf uns. Und einen vollen Bus voller dringend benötigter Hilfsgüter. Auch in den Krankenhäusern dort ist die Stimmung am Tiefpunkt. Alle fühlen sich von Europa im Stich gelassen. "Wie sollen wir Patienten behandeln, wenn wir nicht zumindest eine Grundausstattung an medizinischem Material haben?" hören wir von den Ärzten. Für die nächsten Wochen sind Dank EURER Unterstützung wieder genügend Spritzen, Nadeln, Handschuhe, Nahtmaterial, usw. vorhanden. Doch bald schon wird es wieder an allen Ecken und Enden fehlen und die Ärzte und Schwestern wieder neue Anforderungslisten an uns schicken in der Hoffnung, dass wir wieder das Nötigste bringen können. Und wir werden wieder Euch bitten, uns zu helfen. Wir werden wieder Sachspenden einsammeln, kontrollieren, sortieren, verpacken und dann so schnell wie möglich den nächsten Transport durchführen. Die Menschen hier brauchen die Griechenlandhilfe. Nicht nur die vielen, vielen Tonnen Hilfsgüter (heuer werden wir wieder mehr als 100 Tonnen zusammenbringen), sondern auch das Gefühl, dass es da ganz, ganz viele Menschen in Österreich, Deutschland und der Schweiz gibt, die diese Hilfe möglich machen. Die nicht wegschauen, die mitanpacken und helfen. Und immer und immer wieder kommen, um das Leid ein bisschen zu lindern.
Daher nochmal ein herzliches Dankeschön an Euch alle und einen schönen Abend.

Gudrun

 


Tag 6 – Lechaina 

Liebe Freunde,

heute haben wir ein Behindertenheim besucht. Mir fällt nicht wirklich was ein. Baufällig? Menschenunwürdig? Abartig? 48 Menschen „wohnen“ hier. Die Bilder brauchen wohl keine Erklärung. Ich hätte auch keine. Pro Schicht 5 Schwestern. Hier ist einfach nichts. Und das Nichts verdient den Namen nicht. Daniela, unsere Praktikantin, hat mich begleitet. Betretenes Schweigen. Wir haben eine Liste geschrieben, den Schwestern zugehört. Das liebe Freunde nennen wir unsere EU. Hab ich unlängst was von menschlichen Werten gehört? Wir haben schon so viel Unglaubliches gesehen, nur das hier, schlägt alles um Längen. Auf der Rückfahrt versuchen Daniela und ich, das Gesehene und Gehörte zu verdauen. Es gelingt uns beiden nicht wirklich. Hier wartet eine Menge Arbeit auf uns alle und viel Geduld und gute Nerven. Ich hab um 21 Uhr einen Termin mit einem der Verantwortlichen. Den Rest, morgen. Euch allen einen schönen Abend, eine friedliche Nacht und ein herzliches Dankeschön von allen unermüdlichen Helfern,

Erwin/Team griechenlandhilfe.at

 



Sondertransport für das Behindertenheim Lechaina


Abreise

Liebe Freunde,

nachdem wir zuletzt über die Situation im Behindertenheim Lechaina berichtet haben, haben wir heute einen Sondertransport. Sebastian und Jana sind aus Hannover eingetroffen. Busse und Hänger ausladen, umladen und beladen. Spezialnahrung für Kinder, Sondennahrung, Desinfektionsmittel, Decken und Waschmittel uvm. Rasche Hilfe im Notfall ist die wichtigste
Hilfe. Vielen Dank allen die uns das ermöglichen. Übermorgen wird der Transport im ersten Behindertenheim ankommen. Ich wünsch Euch einen schönen Abend, eine gute Nacht und Sebastian und Jana eine gute Fahrt. Ganz herzlichen Gruß,

Erwin & Team griechenlandhilfe.at

 


Lechaina

Liebe Freunde,

seit 2 Tagen sind Jana und Sebastian im Einsatz. Sie haben alles mitgebracht was am dringendsten ist. Beide sind hauptberuflich selbst für behinderte Kinder in Deutschland da und wissen wo es am meisten mangelt. Sie haben gerade ihren Urlaub geopfert, um vor Ort zu helfen. Noch haben wir jede Menge Arbeit vor uns aber der erste große Schritt ist getan. Decken, Medikamente, Spezialnahrung, Bettwäsche. Während unser Team noch in Lechaina im Einsatz ist, wird der nächste Transport in Salzburg bereits zusammengestellt. Ganz liebe Grüße an alle und einen schönen friedvollen Abend,

Erwin & Team griechenlandhilfe.at

 


Pyrgos

Liebe Freunde,

heute haben wir noch die Kinderabteilung im Spital Pyrgos beliefert. Sondennahrung für die kleine Patienten, med. Zubehör, usw. Die zuständige Ärztin erzählt uns, "wenn wir etwas brauchen und es im Frühling bestellen, kommt es vielleicht im Herbst. Wir wissen es nicht so genau". Eine Planung ist hier nicht mehr möglich. Und Akutfälle werden zur Todesfalle. Nun, wir kommen sicher nächsten Monat wieder, mit allem, was so dringend gebraucht wird. Wenigstens darauf können sie sich verlassen. Und während die einen noch die Krankenhäuser in Griechenland versorgen, packen wir Gudrun und Mario im Lager in Salzburg die nächsten Hygienebeutel für Babys und Kinder. Wir wünschen Euch allen ein schönes Wochenende und eine ganz herzliches Danke an alle, die diese Hilfe erst möglich machen.

Erwin & Team griechenlandhilfe.at

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